Ralph Alkemade

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About Ralph Alkemade

Ralph Alkemade ist Sprecher des Vorstands des Microsoft Business User Forums.

Mobile First, Cloud First – Customer First?

Liebe Mitglieder, liebe Partner und liebe Leserinnen und Leser dieses Newsletters,

auch im August gibt es einen mbuf Newsletter – denn auch in der Sonne geht uns der Gesprächsstoff nicht aus. Auch Microsoft sorgt dafür, dass alles in Bewegung bleibt.

Auf der weltweiten Partnerkonferenz Inspire wurde der Umbau erläutert, der sich durch die Ankündigungen zu Massenentlassungen bereits abgezeichnet hatte. Aus dem ehemaligen Lizenzverkäufer wurde in den letzten Jahren der Cloud-Anbieter Microsoft.

Aber auch in Redmond ist mittlerweile die Erkenntnis gereift, dass Kunden nur für Lösungen in die Cloud gehen, nicht für Produkte. Und so wurden die Partner wiederentdeckt, um durch attraktive Lösungen auf Basis von Azure die Kunden auf die Microsoft Plattform zu bringen und damit für dauerhafte Umsätze zu sorgen. Win  Win mit einem Umsatzpotenzial von 4,5 Billionen US-Dollar für die Digitale Transformation in den nächsten Jahren, so heißt es auf der Inspire-Seite von Microsoft.

Neben Mobile First und Cloud First gilt nun auch (nach wie vor) wieder Partner First. Bei so viel „FIRST“ – es sei an die „America First“-Antrittsrede von Donald Trump erinnert – möchte man fragen, ob es nicht einmal an der Zeit für Customer First wäre.

Konkret: Sollten wir vom größten Softwarehersteller der Welt und seinen Partnern nicht Lösungen erwarten, die ausgereift sind? Lösungen, bei denen man den Eindruck gewinnt: „Da hat sich jemand Gedanken gemacht, was Kunden wollen“?

Lösungen, die einfach zu beherrschen sind, weil die Komplexität gekapselt ist?

Lösungen, die auch von der Lizenzierung her einfach verständlich sind?

Customer First bedeutet aus meiner Sicht nicht, die Lizenzierung über das CSP-Programm in 7 Videos von insgesamt etwa 4,5 Stunden Dauer zu erläutern – so lobenswert es ist, dass es solche Videos auf YouTube überhaupt gibt. Wenn die Lizenztrainerin Irene Kisse in den von Microsoft bereitgestellten Videos etwa 40 Minuten braucht, um die unterschiedlichen Office 365 Lizenzmodelle zu erläutern, zeigt sich jedoch, dass diese Lizenzmodelle einfach zu komplex sind.

Und das ist ja auch nur die Theorie. In der Praxis ist die Verwaltung der Abonnements für die Benutzer deutlich aufwändiger und langwieriger, als wir es in der On -Premises-Welt gewohnt waren. Wenn für die neue Cloud-Welt mehrere Portale nötig sind, um dort zu administrieren, dann ist das nicht kundenorientiert – und vielleicht eine Erklärung für eine gewisse Zurückhaltung der Unternehmen.

Aber die Partner werden es jetzt ja richten. Doch selbst die großen LSPs haben Probleme, diese Welt zu verstehen und geben mitunter falsche Ratschläge. Das liegt aber nicht an der Inkompetenz der Mitarbeiter, sondern an der Komplexität.

Daher unser Rat an Microsoft: Nur wenn es einfach ist, macht man es mal eben. Selbst ALDI hat das begriffen und geht das Thema in seiner aktuellen Kampagne „Einfach ist mehr“ an.

Wann wird Microsoft diese Einfachheit, die in der Softwareentwicklung propagiert wird, auch in der Administration und Lizenzierung seiner Produkte umsetzen? Wann werden diese Verwaltungssysteme die Usability bekommen, die die anderen Produkte aus Redmond bereits haben?

Es ist nun an der Zeit. Umorganisationen zugunsten einer Partnerausrichtung helfen nicht, wenn die Endkunden – Privatkunden wie Unternehmen – nicht mitgenommen werden.

Wir werden dieses Thema weiter beobachten.

Noch eine Anmerkung aus meinem letzten Urlaub: Croatia 365 ist kein neues Softwareprodukt – sondern der Marketingslogan eines schönen Landes, das für seine Gäste das ganze Jahr Angebote bieten möchte. Das Logo erinnert stark an die Farbigkeit der Microsoft Welt von früher.

Vielleicht nimmt Microsoft im Gegenzug ein paar Anleihen an der Kundenorientierung und Gastfreundschaft, die Kroatien seinen Gästen bietet. Es wäre dem Unternehmen aus Redmond zu wünschen.

Wie erleben Sie die aktuellen Veränderungen bei Microsoft? Ich freue mich sehr auf konkrete Erfahrungsberichte zur Unterstützung unseres kritisch-konstruktiven Dialogs mit Microsoft.

Herzliche Grüße

Ihr

Ralph Alkemade
Sprecher des Vorstands
Microsoft Business User Forum e.V.

By | 2017-08-30T15:24:20+02:00 Freitag, 25. August 2017|Lizenzen, Microsoft|0 Kommentare

Rückblick auf das Beste am mbuf Jahreskongress 2016 – Spenden für einen guten Zweck

Die Abendveranstaltung des Jahreskongresses 2016 ist den Teilnehmern sicher noch gut im Gedächtnis: Hervorragendes Essen, guter Wein, der Blick in die Zukunft – vermittelt durch Sven Gábor Jánszky – und die größte Tombola, die wir je hatten, mit wertvollen Preisen und einem Rekord-Ertrag von 4.990,09 €. Noch während der Abendveranstaltung entschied der Vorstand, die Spenden-Summe auf den Betrag von 7.000,00 € für einen guten Zweck aufzurunden.

Der mbuf Vorstand dankt allen Teilnehmern an der Abendveranstaltung, die durch ihr Los für die Tombola zu dieser hohen Gesamtspende beigetragen haben.

Schnell waren wir uns einig, dass die beiden Einrichtungen, die wir auch in den vergangenen Jahren unterstützt hatten, erneut eine Spende erhalten sollten.

Das ambulante Kinderhospiz Pusteblume in Backnang und das Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf erhielten so jeweils eine Spende über 3.500 EUR für ihre wichtige Arbeit, Familien im Leben, im Sterben und in der Trauer zu begleiten.

Frau Mieke Müller-Nielsen, Koordinatorin für die Kinderhospizarbeit in Backnang, und Herr Heinz Franke, geschäftsführender Vorstand der Hospizstiftung Rems-Murr-Kreis e.V., waren hocherfreut, dass ich wieder mit einem großen Scheck erschien.

Die Würdigung der Arbeit der Stiftung durch mbuf ist aus Sicht von Herrn Franke auch Ausdruck des generell gestiegenen Bewusstseins innerhalb der Gesellschaft, dass der Tod und das Sterben zum Leben dazugehören. Vor 20 Jahren wären Diskussionen, wie sie im Kontext zum Gesetzgebungsverfahren zur Hospiz- und Palliativversorgung im letzten Jahr stattgefunden haben, nicht vorstellbar gewesen. Insgesamt sieht er die Arbeit der Stiftung damit auf einem guten Weg.

Frau Müller-Nielsen berichtete aus ihrer aktiven Arbeit als Betreuerin und schilderte eindrucksvoll, wie sie einen Vater dabei unterstützt hat, seinen Kindern zu vermitteln, dass die mit Krebs im Krankenhaus liegende Mutter nicht mehr nach Hause kommen wird. Seit Frühjahr 2016 betreut sie diese Familie und half dem Vater auch organisatorisch, kurzfristig eine Ganztagsbetreuung für die Kinder zu finden. Eine besondere Bestätigung ihrer Arbeit erhält sie dadurch, dass die Kinder sukzessive Vertrauen fassen und mit der schwierigen Situation immer besser umgehen können.

Für mich ist diese Arbeit der Stiftung sehr wertvoll, und daher habe ich den Scheck über 3.500 EUR sehr gerne überreicht. Das Bild zeigt Herrn Franke, Frau Mieke Müller-Nielsen und mich bei der Scheckübergabe in Backnang.

Wenn Sie sich über die Arbeit der beiden Organisationen informieren wollen, besuchen Sie einfach deren Websites:

Hier finden Sie auch Erlebnisberichte von ehrenamtlichen Helfern und die Kontoverbindungen, wenn Sie selber spenden möchten.

By | 2017-05-02T13:17:51+02:00 Freitag, 9. Dezember 2016|Events, Jahreskongress, Vorstand|0 Kommentare

Bericht aus dem Workshop der AG CIO Kreis

Die im September neu gegründete Arbeitsgruppe CIO Kreis hat sich zu ihrem zweiten Treffen bei Zwick Roell in Ulm getroffen. Herrn Dr. Rotter, der als einer der beiden AG-Leiter die Veranstaltung organisiert hatte, sei an dieser Stelle herzlich gedankt für die Gastfreundschaft und die spannende Betriebsführung. Wer bis dahin nicht wusste, warum beim Öffnen des Joghurts des einen Herstellers der Deckel immer kaputt geht, der Deckel bei anderen Herstellern aber heil bleibt und leicht abzulösen ist, hat hier neue Erkenntnisse gewonnen. Der erste Hersteller arbeitet sicher nicht mit Prüfmaschinen von Zwick Roell.

Nach einem anregenden Vorabendtreffen im Fischerviertel in der Ulmer Altstadt ging es in der AG-Sitzung in den Räumen von Zwick Roell um die Themen, die die Teilnehmer der ersten Veranstaltung in Stuttgart ausgewählt hatten. Leider waren es weniger Teilnehmer als bei der Sitzung in Stuttgart, die Diskussionen waren jedoch mindestens genauso intensiv.

Atilla Kücük von Leonhard Weiss, der zweite AG-Leiter, stellte seine Erfahrungen dar, wie gerne Geschäftsführer elektronische Umfragen zu Digitalisierungsprojekten ausfüllen. Sein Bericht zum Projekt „LW 4.0“ war sehr unterhaltsam und gab gleichzeitig vielfältige Anregungen, wie man in die Entscheidungsträger unterschiedlichster Bereiche an einen Tisch holt und eine gemeinsame Strategie erstellt, die anschließend auch zielgerichtet umgesetzt wird.

„IT-Organisationsstrukturen in den Unternehmen“ war das zweite Thema, das von mehreren Teilnehmern vorbereitet worden war. Anhand der vorgestellten Organigramme wurden die unterschiedlichen Strukturen diskutiert und die Beweggründe für die Struktur, deren Vorteile, aber auch Probleme eingehend erörtert.

Von Frau Birgit Schmid haben wir in einer ausführlichen Präsentation gelernt, wie eine Umorganisation auch methodisch untermauert werden muss und welche Vorteile eine Wabenorganisation haben kann. Insgesamt waren die Diskussionen zu den Organisationsstrukturen so interessant, dass wir beschlossen haben, das Thema in der folgenden Sitzung am 14. März 2017 bei Leonhard Weiss in Satteldorf weiter zu vertiefen.

Zum Abschluss der Sitzung wurden die Termine für 2017 und weitere Schwerpunktthemen für die AG-Sitzungen im März, Juni und November 2017 festgelegt.

Ich werde auch im März wieder dabei sein und freue mich auf die weiteren Veranstaltungen dieser Arbeitsgruppe!

By | 2017-05-02T13:17:51+02:00 Freitag, 9. Dezember 2016|Arbeitsgruppen, CIO Kreis|0 Kommentare